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Rosenheim in Europa Spitze !

Rosenheim/Landkreis - In der Untersuchung wurden mehr als 1000 Regionen innerhalb der EU auf ihre Entwicklungsperspektiven hin analysiert. Speziell für den Immobilienmarkt bieten die Ergebnisse einen Wegweiser zu den interessantesten Lagen in Europa.

Die kreisfreie Stadt Rosenheim schaffte es in diesem Jahr mit einem gewaltigen Sprung unter die Top Ten in Deutschland. Beim Ranking im Jahr 2007 war sie noch auf Platz 103 zu finden. In der Europa-Rangliste nimmt die Stadt Rosenheim aktuell Platz zwölf ein.

Ebenso erfreulich fiel die Platzierung für den Landkreis Rosenheim aus. Nach einem 149. Platz im EU-Ranking 2007 landete der Kreis diesmal im Deutschland-Vergleich auf Rang elf. In der EU rangiert der Landkreis jetzt auf Platz 20.

Auffällig ist die hohe Attraktivität Bayerns - zwölf der 13 deutschen Regionen unter den Top 25 liegen im Freistaat. Nur Stuttgart schaffte es auch in die Spitzengruppe (Rang 19). Insbesondere Oberbayern schneidet hervorragend im Ranking ab.

Für die aufwändige Untersuchung wurden mehr als 1000 Regionen in der Europäischen Union anhand von 25 Standortfaktoren untersucht. Bewertungsmaßstäbe waren vorrangig die wirtschaftliche Dynamik und Produktivität, die Effizienz der Arbeitsmärkte, die Arbeitslosenquote, die Ballung an Wissen und an Wertschöpfung in der Hochtechnologie sowie die demografische Entwicklung. Eine wachsende Bevölkerung schlägt in der Studie positiv für einen Standort zu Buche, eine schrumpfende negativ. Viele junge Bewohner sind für die Zukunftsfähigkeit von Vorteil, viele alte Einwohner von Nachteil.

Beim Standort Rosenheim-Stadt wurden im Bewertungsprofil folgende Kriterien hervorgehoben: "Leicht wachsende, relativ alte Bevölkerung, Wirtschaft mit hohem Technologieanteil." Beim Landkreis heißt es: "Wachsende, relativ alte Bevölkerung, hohe Beschäftigungsdynamik, technologielastige Wirtschaft." Herausgekommen ist insgesamt eine Art Europa-Atlas für die Immobilien-Suche.





Quelle : Oberbayrisches Volksblatt vom 13.Januar 2010




Immobilien-Standort Rosenheim trumpft auf

Silber für Rosenheim: Bei einer bundesweiten Studie, die der Frage nachgeht, in welchen Städten sich der Kauf von Eigenheimen lohnt, belegt Rosenheim nach München den zweiten Platz. Der Untersuchung, die von der Immobilienanlagegesellschaft Aberdeen erstellt wurde, liegen Prognosen über die weitere Entwicklung von Wirtschaft und Bevölkerung zugrunde.
Rosenheim/Frankfurt - Erst Anfang Januar hatte eine europaweite Standortstudie, die im Auftrag des Manager-Magazins erstellt worden war, die Immobilienregion Rosenheim geadelt. Unter Europas besten Standorten belegte die Stadt Rosenheim Rang 11, der Landkreis landete auf Platz 20. Jetzt hat die Aberdeen Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft mit Sitz in Frankfurt eine neue, bundesweite Untersuchung veröffentlicht. Dabei wurden Städte danach beurteilt, ob die Preise für Häuser und Wohnungen wahrscheinlich steigen werden.
Ganz vorne mit dabei ist wieder Rosenheim, das in der bundesweiten Rangfolge den 2. Platz belegt. Platz 3 geht nach Heidelberg, es folgen Erlangen, Münster, Ingolstadt, Offenburg, Hamburg und Köln. Berlin landet abgeschlagen auf Rang 187 und selbst Stuttgart erreicht nur die 42. Stelle.
"Auch ich war von dem Ergebnis überrascht", räumt Dr. Thomas Beyerle ein. Der Leiter der Forschungsabteilung bei Aberdeen hat zusammen mit seinem Team die Studie erstellt. Dass München mit weitem Abstand vor allen anderen Städten auf Platz 1 landet, war vielleicht zu erwarten, nicht aber, dass die 60 000-Einwohner-Stadt Rosenheim so weit vorne mitspielt.
Die Aberdeen-Studie mit dem Titel "Nachhaltige Standorte für Wohninvestments" bewertet neben den Bevölkerungsverschiebungen auch Einkommensentwicklungen, Leerstände, Mieten, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sowie Prognosen zur Beschäftigungssituation und zu den Konsumausgaben der Bevölkerung.
Bei der Analyse der Daten ergibt sich allerdings nicht der eine Grund, warum Rosenheim so gut abgeschnitten hat. Die Stadt punktet nach Angaben von Beyerle vor allem bei den Kriterien Baulandpreise, Kaufkraft, Einkommensentwicklung und Demografie. "Die Werte waren jeweils relativ", so Beyerle, "doch in der Kombination bewirkten sie schließlich das gute Rosenheimer Ergebnis."

In Pendlerentfernung zu München

Die Stadt profitiert nach Beyerles Überzeugung vor allem von zwei Umständen: Zum einen befindet sich Rosenheim in einem wirtschaftlich starken Ballungsraum, zum anderen nahe der Landeshauptstadt. "So liegen (...) Städte wie Rosenheim (...) jeweils in Pendlerentfernung zu München (..) und profitieren somit sowohl von deren wirtschaftlicher Kraft als auch von der landschaftlichen Attraktivität und
dem damit einhergehenden Wohnwert", heißt es in der Untersuchung.
Die Studie richtet sich in erster Linie an institutionellen Großanleger, die langfristig ihr Geld in Wohnimmobilien stecken wollen, und soll erste Anhaltspunkte für eine Investitionsentscheidung liefern. "Ob dann ein Anleger tatsächlich in Rosenheim investieren würde, hängt aber von vielen anderen Faktoren ab, die erst in einer vertieften Analyse geprüft werden müssten," so Beyerle.


Quelle : Oberbayrisches Volksblatt vom 04.März 2010